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Wasserschaden, Riss, verblasst: so retten Sie ein beschädigtes Foto

Ein beschädigtes Foto retten Sie in zwei Schritten: erst den Abzug sichern (an der Luft trocknen lassen, nicht kleben, nicht wischen), dann eine gute digitale Kopie machen. Aus dieser Kopie lassen sich Risse, Wasserflecken und verblasste Farben digital restaurieren, ohne dass das Original noch einmal angefasst wird. Bei Fotoflicker schicken Sie die Kopie per WhatsApp und sehen in wenigen Minuten eine kostenlose Vorschau.

Stand: · Von Fotoflicker, einem Angebot der Qisses UG, Berlin

Farbfoto vom Ostseestrand 1983 vor der Restaurierung: großer Wasserfleck, Knicke, verblasste FarbenDasselbe Strandfoto nach der Restaurierung: Wasserfleck entfernt, Farben aufgefrischt
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Ostsee 1983. Der Wasserfleck ist raus, die Farben sind zurück.

Wasserschaden und Stockflecken

Ein nasses Foto ist nicht verloren, solange die Bildschicht nicht abgerieben wird. Die feuchte Gelatineschicht ist weich und empfindlich, deshalb gilt: Finger weg von der Bildseite.

  • Das Foto mit der Bildseite nach oben auf saugfähiges, fusselfreies Papier legen und an der Luft trocknen lassen.
  • Nicht föhnen, nicht auf die Heizung legen, nicht in die Sonne. Zu schnelles Trocknen wellt und reißt die Schicht.
  • Aneinanderklebende Fotos nicht mit Gewalt trennen. Bei wertvollen Stücken lohnt die Frage an eine Foto- oder Papierrestauratorin.
  • Bei Schimmel das Foto nur mit Handschuhen anfassen, getrennt von anderen Fotos lagern und nicht wegwischen.

Digital sind Wasserränder, braune Flecken und Verfärbungen meist gut zu entfernen, wie bei dem Strandfoto oben.

Risse, Knicke und abgerissene Ecken

Der häufigste Rettungsversuch richtet den größten Schaden an: Klebeband. Der Kleber vergilbt, zieht beim Ablösen die Bildschicht mit und hinterlässt Flecken, die später mitrestauriert werden müssen.

  • Nicht mit Tesafilm, Klebeband oder Sekundenkleber kleben.
  • Die Teile lose in einen Papierumschlag legen, damit nichts verloren geht.
  • Zum Abfotografieren die Teile auf dem Tisch so dicht wie möglich aneinanderlegen. Den Rest übernimmt die Restaurierung.
  • Knicke nicht glattbügeln oder mit Gewalt flach drücken. Das Foto zwischen zwei Blättern Papier flach lagern.

Verblasst, vergilbt, Farbstich

Licht und Zeit bleichen Fotos aus. Viele Farbabzüge aus den 1970er und 1980er Jahren haben heute einen Rot- oder Gelbstich, weil ihre Farbstoffe unterschiedlich schnell verblassen. Schwarzweißfotos werden eher flau und gelblich.

  • Fotos dunkel, trocken und kühl lagern, nicht im Keller und nicht auf dem Dachboden.
  • Das Lieblingsfoto im Rahmen nicht in die pralle Sonne hängen. Eine restaurierte Kopie kann dort hängen, das Original bleibt im Album.

Digital lassen sich Kontrast und Farben meist gut zurückholen, auch wenn das Foto sehr blass ist.

Foto klebt am Glas oder im Rahmen

Ist ein Foto mit der Glasscheibe verklebt, nicht abziehen, sonst bleibt die Bildschicht am Glas. Fotografieren Sie es lieber durch das Glas ab, mit Licht von der Seite, damit nichts spiegelt. Die Restaurierung kommt mit der Aufnahme durchs Glas gut zurecht.

Kurz gefasst

Das hilft
  • An der Luft trocknen, Bildseite oben
  • Teile lose im Umschlag sammeln
  • Dunkel und trocken lagern
  • Bei Tageslicht gerade von oben fotografieren
  • Durch das Glas fotografieren, wenn es klebt
Lieber lassen
  • Klebeband, Tesafilm, Sekundenkleber
  • Feucht wischen oder reiben
  • Föhnen, Heizung, Sonne
  • Verklebte Fotos auseinanderreißen
  • Mit Blitz fotografieren

Foto richtig abfotografieren: Anleitung fürs Handy

Für eine gute Restaurierung brauchen Sie keinen Scanner. Ein aktuelles Handy reicht, wenn Licht und Winkel stimmen. So geht es:

  1. Ans Fenster gehen

    Tageslicht von der Seite ist ideal. Blitz aus, keine Lampe direkt über dem Foto, sonst spiegelt es.

  2. Foto flach hinlegen

    Auf einen dunklen, matten Untergrund, zum Beispiel ein Tuch. Wellt es sich, beschweren Sie die Ränder mit zwei Büchern, ohne die Bildfläche zu berühren. Keine Glasscheibe darauflegen.

  3. Genau von oben fotografieren

    Das Handy parallel über das Foto halten, nicht schräg. Stellen Sie sich so, dass Ihr eigener Schatten nicht aufs Foto fällt.

  4. Bildschirm füllen

    Das Foto füllt den Bildschirm fast ganz, ringsum bleibt ein schmaler Rand. Lieber näher herangehen als zoomen.

  5. Scharfstellen und prüfen

    Tippen Sie auf das Foto, damit das Handy scharfstellt, und halten Sie still. Vergrößern Sie danach ein Gesicht: Ist es scharf und ohne hellen Lichtfleck, passt es.

  6. Per WhatsApp schicken

    Plus- oder Büroklammer-Zeichen antippen, das Foto auswählen, senden. Einen Scan schicken Sie am besten als Dokument, dann verkleinert WhatsApp ihn nicht. PDF-Dateien können wir nicht öffnen.

Mit Scanner: 300 dpi oder mehr, bei kleinen Fotos 600 dpi. Den Scan als Bild speichern (JPG oder PNG) und als Dokument in den Chat schicken.

Was sich danach retten lässt

Risse, Knicke, Wasserflecken, Vergilbung, Kratzer und abgerissene Ecken lassen sich digital in aller Regel beheben. Fehlen große Teile, etwa ein halbes Gesicht, sagen wir Ihnen ehrlich, was möglich ist. Mehr dazu im Ratgeber Alte Fotos restaurieren lassen.

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Sommer 1974. Wieder da.